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Blog Beitrag

Warum es My choice gibt – nicht noch ein Produkt, sondern weniger

7. Okt.
3 Min. Lesezeit

Nadine von Flüe baut im Fotostudio ein Produktshooting auf: My choice Flaschen auf Steinen, dazwischen kleine Vasen mit Blumen.

Ich habe My choice nicht gegründet, weil meiner Routine noch ein Produkt gefehlt hat. Ich habe sie gegründet, weil meiner Routine weniger gefehlt hat.

Das klingt erstmal wie ein hübscher Satz für ein Etikett. Es ist aber tatsächlich der Punkt, an dem alles angefangen hat.

"Mein Haar war ständig im Einsatz, aber nie wirklich gepflegt"

In meinem Beruf als Model ist mein Haar Arbeitsmaterial. Es wird geglättet, gelockt, hochgesteckt, mit Trockenshampoo texturiert, mit Haarspray fixiert, wieder ausgebürstet – und am nächsten Tag von vorne. Backstage geht es schnell, und schnell heisst: Hitze und viele Produkte.

Das ist Teil des Jobs, und ich mache ihn gerne. Aber irgendwann stand ich abends im Bad und habe gemerkt, dass mein Haar zwar jeden Tag angefasst wurde, aber nie wirklich gepflegt.

Meine Reaktion war die, die wahrscheinlich die meisten haben: Ich habe noch mehr gekauft. Eine Maske für die Spitzen, ein Serum für den Glanz, ein Spray für vorher, eins für nachher. Irgendwann standen zwölf Flaschen in meinem Bad und mein Haar sah aus wie vorher. Nur mein Regal war voller.


Der Moment, in dem ich aufgehört habe zu suchen

Nach einer intensiven Saison habe ich mein Haar einfach in Ruhe gelassen. Kein Styling, kein Aufbau aus fünf Produkten. Nur ein Öl und Rosenwasser.

Nach zwei Wochen sah es besser aus als nach zwei Jahren Produktsuche.

Das hat bei mir etwas umgedreht. Ich hatte die ganze Zeit nach dem einen Produkt gesucht, das den Schaden der anderen elf repariert. Dabei war die Frage falsch gestellt. Es ging nicht darum, was noch dazukommen muss – sondern darum, was weg kann.


Danach kam der langweilige Teil

Ab da habe ich angefangen, Inhaltsstofflisten zu lesen. Richtig zu lesen, nicht nur die Vorderseite.

Was mich am meisten überrascht hat: wie viele Produkte eine Liste mit dreissig Positionen haben, von denen vielleicht fünf tatsächlich etwas für das Haar tun. Der Rest ist Konsistenz, Haltbarkeit, Duft, Optik. Silikone, die sofort Glanz machen und sich mit der Zeit aufbauen. Füllstoffe, die ein Produkt cremiger wirken lassen.

Ich habe angefangen zu mischen. Zu vergleichen. Zu testen – erst an mir, dann an Freundinnen, dann an Kolleginnen mit ganz anderem Haar als meinem. Das ging über Monate und war überhaupt nicht glamourös. Aber irgendwann hatte ich zwei Rezepturen, bei denen ich nichts mehr weglassen konnte, ohne dass sie schlechter wurden:

Genau das war für mich das Signal, dass sie fertig sind.


Von Hand, in der Schweiz, in kleinen Chargen

Haaröl von My choice wird aus einem Messbecher von Hand in eine Glasflasche abgefüllt.

Jede Flasche wird bei uns in der Schweiz von Hand abgefüllt. Von der Rezeptur über die Abfüllung bis zum Etikett.

Das ist langsamer und teurer, als es sein müsste, und es limitiert, wie viel wir pro Monat überhaupt produzieren können. Dafür weiss ich jedoch bei jeder einzelnen Flasche, was drin ist und woher es kommt. Bei kurzen Zutatenlisten fällt jede Abweichung sofort auf – da kann man sich nicht hinter einem Duftstoff verstecken.


Was «natürliche Haarpflege» bei uns nicht heisst

Natürliche Haarpflege heisst nicht automatisch besser. Es gibt natürliche Inhaltsstoffe, die nichts können, und synthetische, die hervorragend funktionieren.

Bei My choice heisst es etwas Engeres: Jede Zutat muss einen Grund haben, im Produkt zu sein. Kein Silikon für den schnellen Glanz, keine Parabene, keine Füllstoffe, die nur die Konsistenz hübscher machen. Was das konkret bedeutet, steht bei uns auf jeder Produktseite – und wir schreiben auch dazu, welche Zutat einfach für den Duft da ist. Weil das ehrlich ist.


Und der Name

My choice. Weil es am Ende deine Entscheidung ist, was du deinem Haar gibst – und was nicht.

Ich sage dir nicht, dass du deine ganze Routine wegwerfen sollst. Ich sage dir, dass du wahrscheinlich weniger brauchst, als du gerade im Bad stehen hast.

Because, it's My choice to have a good hair day. Everyday.

 
 
 

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